Kiteboarding
Beim Kitesurfen handelt es sich um eine noch relativ junge Funsportart.
Der Sport wird auf dem Wasser durchgeführt, dafür steht der Sportler auf einem Brett, ähnlich wie beim Surfen. Um in Bewegung zu kommen, lässt man sich mittels Windkraft von einem Drachen ziehen, dem sogenannten Kite.
Abhängig von der vorherrschenden Windstärke hat das Kite die entsprechende Größe. Gesteuert wird der Drachen über zwei bis vier Leinen, die an einer Lenkstange befestigt sind.
In der Regel beträgt die Länge der Lenkleinen ungefähr 40 Meter.
Damit der Surfer bei starkem Wellengang und hoher Windstärke sein Board und den Drachen nicht verliert, sind diese mittels einer Leash am Kiter befestigt. Dies ist auch beim normalen Surfen eine gängige Praxis.
Das Kitesurfen hat einen wesentlichen Vorteil gegenüber dem normalen Wellenreiten, man benötigt wegen des verwendeten Kites weniger Wind. Es ist damit einfacher auf dem Wasser ins Gleiten zu kommen.
Dies ist der Hauptgrund, warum auch immer mehr Windsurfer zum Board mit Drachen greifen. Eine Flaute kann man so sehr einfach ausfüllen.
Ein weiterer Vorteil des Kitesurfens ist, dass man auch in Gewässern mit niedrigem Wasserpegel gefahrlos weit und hoch springen kann.
Das Gesamtgewicht der Kite-Ausrüstung ist im Vergleich zum Windsurfen wesentlich geringer.
Die Ausrüstung besteht aus dem Board, welches eine Länge von zwei Metern hat, und den vier Kite-Schirmen für Windstärken von zwei bis sieben. Diese Ausrüstung bringt lediglich ein Gewicht von zehn Kilogramm auf die Waage.
Die Anfänge des Kitesurfens finden sich in den siebziger Jahren des vergangen Jahrhunderts.
Damals experimentierten amerikanische Wasserski-Sportler mit Fallschirmen als Antrieb.
In den achtziger Jahren des gleichen Jahrhunderts glitt und sprang der Schweizer Andreas Kuhn mit einem Paragleit-Schirm und einer Art Wakeboard über die Wasseroberfläche.
In diesem Zeitraum wurden ersten wasserstartfähigen Kites patentiert. Der eigentliche Boom dieser Funsportart begann aber erst in den neunziger Jahren.
Damals wurden die ersten Wettkämpfe ausgetragen und an den Stränden entstanden die ersten Kitesurf-Schulen.
Die erste Weltmeisterschaft im Kitesurfen wurde im Jahr 1999 auf Maui ausgetragen.